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Malteser Kenn

Schutz vor sexuelle Gewalt

Präventionsschulungen der Malteser Jugend für Gruppenleiter

22.05.2013

Trier. Sexuelle Gewalt gegenüber Minderjährigen ist ein Thema, dem sich keine Einrichtung der Jugendarbeit mehr verschließen kann. Auch der Malteser Hilfsdienst im Bistum Trier geht verstärkt darauf ein. Neben dem Einsatz eines Präventionsbeauftragten bietet der Verband regelmäßige Präventionsschulungen für ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter an. Ziel ist, Gewalt im Bereich der Jugendarbeit erst gar nicht entstehen zu lassen.

„In seinen Leitlinien verpflichtet sich der Verband, die ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu schützen, gegen diskriminierendes, sexistisches und gewalttätiges Verhalten Stellung zu beziehen und aufmerksam gegenüber Anzeichen der Grenzverletzung zu sein.“ erläutert Astrid Mäckler, Diözesanjugendreferentin bei den Maltesern. „Dabei geht es nicht nur um körperliches Verhalten, sondern ausdrücklich auch um verbale Entgleisungen.“
Um Gewalt jeglicher Art auszuschließen, stehen die Schulungen unter dem Aspekt der Prävention. Wie sie in der Praxis gestaltet werden kann, wird an praktischen Beispielen erläutert. Mittels Rollenspielen sollen sich die Jugendleiter in andere Menschen hinein versetzen und lernen, die gebotene Nähe oder Distanz zu den anvertrauten Kindern richtig einzuschätzen. Des Weiteren werden Tipps gegeben, wie grenzverletzendes Verhalten am besten angesprochen und korrigiert werden kann. „Wir wollen erreichen, dass sich die Wahrnehmung und Sensibilität der ehrenamtlichen Mitarbeiter steigert und sie befähigen sind, bereits im Verdachtsfall aktiv zu werden.“ beschreibt Mäckler das Ziel der Schulungen.

Die Seminare erfolgen in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle „Nele - Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen e.V.“ aus Saarbrücken. Zwei Schulungen gab es bereits, weitere folgen. Bis Jahresende sollen alle 90 Malteser-Jugendleiter im Bistum auf diese Weise geschult werden.

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