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Malteser Kenn

Malteser setzen Zeichen gegen sexuelle Gewalt

Prävention Schwerpunktthema der Jahresversammlung

25.10.2013
von links nach rechts: Werner Sonntag, Josef Schönborn, Verena Hölken, Freiherr von Salis Soglio, Franz Otto Hansen, Brigitte Merzhäuser, Hermann Hurth, Prof. Dr. Ralf Haderlein

Trier. Die Prävention sexuellen Missbrauchs in der Jugendarbeit ist auch für die Malteser im Bistum Trier ein wichtiges Anliegen. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema war einer der Tagesordnungspunkte auf der diesjährigen Diözesanversammlung des Malteser Hilfsdienst e.V. (MHD). 114 Delegierte aus allen Dienststellen und Gliederungen im Saarland und Rheinland-Pfalz. trafen sich dazu im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier. 

„In seinen Leitlinien verpflichtet sich der Verband, die ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu schützen, gegen diskriminierendes, sexistisches und gewalttätiges Verhalten Stellung zu beziehen und aufmerksam gegenüber Anzeichen der Grenzverletzung zu sein“ erklärte der Diözesanleiter Antonius Freiherr von Salis-Soglio. „Das bedeutet, dass wir alles dafür tun müssen, damit Gewalt gar nicht erst entsteht.“ Dazu setzen die Malteser unter anderem einen Präventionsbeauftragten ein und veranstalten regelmäßig Präventionsschulungen für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter. 

Weitere Themen der Diözesanversammlung war die wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung des Verbands. Die Malteser im Bistum Trier befinden sich weiter auf Wachstumskurs und verzeichnen steigende Mitgliederzahlen, so Salis-Soglio in seinem Tätigkeitsbericht. Vor allem das Soziale Ehrenamt mit seinen Besuchs- und Begleitdiensten und der ambulante Hospizdienst befänden sich im Aufwind. Der Besuchs- und Begleitdienst für Senioren würde immer stärker nachgefragt, was allerdings auch weitere ehrenamtliche Helfer erfordere, so Salis Soglio. Im Bistum Trier unterhalten die Malteser mittlerweile zwei ambulante Hospizgruppen für Erwachsene und in Saarburg besteht eine Kooperationsvereinbarung mit dem Krankenhaus zur Betreuung Schwerstkranker in ihrer letzten Lebensphase.

Bei der anschließenden Wahl der neuen Helfervertreter für den Diözesanvorstand votierten die Delegierten für Mark Hummel und Jessica Nürnberg. Als Bundesdelegierte wurden Klaus Braband, Mark Hummel, Kai Sattler, Waltraud Braun, Hermann Hurth, Heike Römerscheidt, Gerhard Brill, Kai-Jörg Krall, Monika Kerner und Dirk Vogler gewählt. Außerdem wurde Franz Otto Hansen mit dem „Offizierskreuz Pro Memerito Melitensi“ geehrt. Josef Schönborn erhielt als Geistlicher das „Verdienstkreuz Pro Piis Meritis“ und Herr Hermann Hurth das „Verdienstkreuz Pro Merito Melitensi“.

 

 

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