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Malteser Kenn

Alles von der Schnittverletzung bis zum Herzinfarkt

24.05.2012
Bischof Ackermann dankt den Hilfsorganisationen für den Einsatz an der Heilig-Rock-Wallfahrt
Bischof Ackermann dankt den Hilfsorganisationen für den Einsatz an der Heilig-Rock-Wallfahrt

Bischof Ackermann dankt den Hilfsorganisationen für den Einsatz an der Heilig-Rock-Wallfahrt

Trier. Während der vierwöchigen Heilig-Rock-Wallfahrt halfen Malteser, Rotes Kreuz und Johanniter in 1.154 Fällen. Drei Sanitätsstationen und mehrere Fußstreifen waren täglich in zwei Schichten mit bis zu 112 Helfern und Helferinnen besetzt. Die Zusammenarbeit der drei Hilfsorganisationen wurde von Bistum, Polizei und Feuerwehr als vorbildlich gelobt. Während des Helferfestes zum Abschluss der Wallfahrt dankte Bischof Stephan Ackermann allen Sanitätern und deren Leitungskräften.

Das Bistum hat insgesamt über 550.000 Pilger gezählt. Zwischen 8.000 und 24.000 Menschen waren täglich in den Trierer Dom am Schrein der Reliquie. „Eine Wallfahrt ist nicht mit einem Rockfestival zu vergleichen“, konstatiert Hermann Hurth, Gesamteinsatzleiter für den Sanitätsdienst der Wallfahrt und Malteser-Beauftragter für den Landkreis Trier-Saarburg. „Und Pilger sind keine Rockfans.“ Entsprechend war die Einsatzfrequenz während des 31-tägigen Großereignisses mit wenigen Ausnahmen übersichtlich. Richtig eng wurde es nur an einem Samstag, als durch die hohen Außentemperaturen innerhalb einer Stunde über 80 Notfälle gemeldet wurden.

Die Zeit von morgens acht Uhr bis abends zehn Uhr, während der langen Domnächte sogar bis Mitternacht, wurde durch zwei Tagesschichten mit ehrenamtlichem Fachpersonal abgedeckt. „Eine solide Qualifikation für die ehrenamtlichen Helfer ist die Basis unserer Arbeit.“ so Matthias Neumann, Bezirksbereitschaftsleiter beim Deutschen Roten Kreuz. „Eine tiefe Schnittverletzung, die beim Abbau eines Zeltes nach dem Jugendevent passiert ist, musste genauso sorgfältig versorgt werden, wie der Herzinfarkt einer alten Dame.“

Neben den Hilfeleistungen bei Verletzungen oder Krankheiten betreuten die Malteser, Rotkreuzler und Johanniter 384 Menschen, die einen Rollstuhltransport benötigen und wurden in 28 Fällen erfolgreich bei der Suche nach vermissten Personen eingebunden. Alle Beteiligten empfanden das Leitwort der Wallfahrt passend für die Beschreibung der Kooperation der drei Hilfsorganisationen: „Und führe zusammen, was getrennt ist.“

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