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Malteser Kenn

First Responder

Ralf Römerscheidt
Geschäftsführer, Zugführer
Tel. (06502) 1730
ralf.roemerscheidt(at)malteser(dot)org
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First Responder Gruppe Kenn

Unsere First Responder Gruppe besteht aus folgenden Helfern:

    1 Rettungsassistent (hauptamtlich)
    3 Rettungssanitäter

In unserer Gruppe werden wir seit 2014 von einem Kollegen des Roten Kreuzes unterstützt.

Was bedeutet "FIRST RESPONDER" oder "HELFER VOR ORT"?

FIRST RESPONDER wird mit “der zuerst Antwortende” auf ein Ereignis übersetzt.
First Responder bedeutet nichts anderes als: "qualifizierte Erste Hilfe im Notfall". In vielen Notfallsituationen ist der Faktor Zeit entscheidend für die Überlebenschancen des Patienten. Bei Unfällen und Erkrankungen, wie dem plötzlichen Herztod, ist eine schnelle und qualifizierte Erste Hilfe überlebenswichtig. Wird das Gehirn nicht, oder nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt, tritt bereits nach 4 bis 5 Minuten eine bleibende Schädigung des neuralen Systems ein, nach 10 Minuten ist in der Regel kein Überleben mehr möglich.

Zielsetzung der First Responder ist es, die Zeitspanne vom Notruf bis zur qualifizierten Ersten Hilfe so gering wie möglich zu halten und damit die Erfolgsaussichten für die Behandlung des Patienten zu verbessern.
Der Notfallpatient soll in der Zwischenzeit, also zwischen Eintritt des Notfallereignisses bis zum Eintreffen vom Rettungsdienst nicht auf zufällig geleistete Erste Hilfe angewiesen bleiben, sondern eine sach- und fachgerechte Erste Hilfe durch die First Responder erhalten.

Wieso reicht die bisherige Erste Hilfe nicht aus?
90 % der Schwerverletzten erhalten nach einem Unfall keine Erste Hilfe,
34 % der Bevölkerung haben überhaupt keine Ausbildung in Erster Hilfe.
48 % derjenigen, die an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen haben, fühlen sich unsicher und ratlos.
Notfall- und Unfallzeugen sind in den wenigsten Fällen bereit und in der Lage, richtig zu helfen.


Indikation für die First Responder-Tätigkeit

  •     Akute Atemstörung
  •     Bewusstlosigkeit
  •     Akute Kreislaufstörung
  •     Besondere Unfallsituationen mit schwereren Verletzten
  •     Zur Überbrückung der Einsatzzeiten bei Überlastung des Rettungsdienstes
  •     Eingeklemmte bzw. verschüttete Personen
  •     Sturz aus großer Höhe
  •     Stromunfall
  •     Lebensbedrohliche Blutungen
  •     Brände mit Menschenrettung
  •     Ertrinkungsunfall
  •     Verkehrsunfall mit Schwerverletzten bzw. mehreren verletzten
  •     Massenanfall von Verletzten (MANV)
  •     Begründeter Verdacht einer anderweitigen Lebensbedrohung

 

Die "FIRST RESPONDER"- Tätigkeit ist deshalb eine Verbesserung der bisherigen Sofortmaßnahmen beziehungsweise der Ersten Hilfe.
 

Der plötzliche Herztod

Eine Alptraumvorstellung: Der Angehörige bricht z.B. in einem Einkaufszentrum plötzlich leblos zusammen!
Glücklicherweise hängt hier ein roter Kasten, in dem sich ein sogenannter AED (Automatisierter Externer Defibrillator) befindet! Sobald dieses Gerät aus dem Kasten herausgenommen wird, schaltet ein Mechanismus automatisch eine Verbindung mit der nächsten Notrufzentrale, die sofort Ihren Standort erkennt!
Sobald die Elektroden des AED auf dem Körper des Notfallbetroffenen angebracht sind, ermittelt das Gerät automatisch, ob eine Defibrillation notwendig ist oder nicht und führt Sie per Sprachanweisung durch die gesamte Anwendung.
Sie können also nichts falsch machen!

Durch das Setzen eines Elektroschocks durchbrechen sie ein eventuelles Kammerflimmern.

Wenn nur ein Menschenleben durch ein solches Gerät gerettet wird, hat es seinen Zweck mehr als erfüllt!
Wir, die Hilfsorganisationen, versuchen uns dafür einzusetzen, dass mehr Geräte dieser Art (Leider nicht ganz billig – aber das sollte ein Menschenleben wert sein!) aufgehängt werden. In den USA gehören diese AED-Stationen schon zum normalen Straßenbild. Hier in Deutschland sollten ebenfalls so viele Geräte wie möglich an Punkten eingesetzt werden, an denen viele Menschen zusammenkommen!  (Innenstadt, Einkaufszentren, Universität, Bahnhöfe,...)


Was bedeuten First Responder für die Allgemeinheit?

    Die Überlebenschancen der verunglückten bzw. erkrankten Personen, sind durch den Einsatz von Erste Hilfe Teams um bis zu 25% gestiegen.
    Lebensrettende Sofortmaßnahmen können zwischen fünf und zehn Minuten schneller als bisher eingeleitet werden - vorallem im ländlichen Bereich, wertvolle Minuten.
    Schnelle Rückmeldungen an den Rettungsdienst sind möglich und erleichtern diesem die Vorbereitung des Einsatzes.
    Der Rettungsdienst wird qualifiziert unterstützt und entlastet.
    Der Rettungshubschrauber kann ggf. zur Landung eingewiesen werden, die Besatzung wird zur Einsatzstelle geleitet.
    Bei größeren Einsätzen kann wertvolle Hilfe geleistet werden.
    Die Kommunikation zwischen dem Rettungsdienst und der Feuerwehr wird verbessert.

⇒ Was einst als Pilotprojekt begann, hat sich als feste Größe etabliert!!

Sicherung des hohen Kenntnisstandes der First Responder

Über jeden Einsatz wird ein anonymes Notfallprotokoll erstellt, das periodisch ausgewertet wird. Alle First Responder nehmen an regelmäßigen Fortbildungsmaßnahmen teil.

Die FIRST RESPONDER verstärken das schwächste Glied in der Rettungskette – die Laienhilfe.

Damit SIE im Notfall richtig helfen können, bieten wir in unregelmäßigen Abständen Erste-Hilfe-Kurse an, die wir in der Rubrik "Termine" bekannt geben.

Die "FIRST RESPONDER"- Tätigkeit ist deshalb eine Verbesserung der bisherigen Sofortmaßnahmen beziehungsweise der Ersten Hilfe.

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